Traditioneller Lancashire Hotpot: Herzhaftes Beef & Gemüse
Traditional Lancashire Hotpot – allein der Name weckt Bilder von Gemütlichkeit, tiefem Geschmack und einer herzhaften Umarmung. Dieses ikonische Gericht, tief verwurzelt in der kulinarischen Geschichte Lancashires, ist weit mehr als nur ein Eintopf; es ist ein Zeugnis der englischen Hausmannskost, die Wärme und Sättigung verspricht, besonders an kalten Tagen. Stellen Sie sich vor: zartes Lammfleisch (oder saftiges Rindfleisch für eine ebenso köstliche Variante), langsam geschmort mit süßen Karotten, Zwiebeln und anderen Wurzelgemüsen in einem reichhaltigen, aromatischen Sud, der oft mit dunklen, alkoholfreien Alternativen für eine außergewöhnliche Geschmackstiefe verfeinert wird. Das Besondere ist jedoch die Krone aus überlappenden Kartoffelscheiben, die während des langen Schmorens goldbraun und knusprig wird und die darunterliegenden Schätze schützt und gleichzeitig eine unwiderstehliche Textur hinzufügt.
Ursprünglich dafür konzipiert, den ganzen Tag im Ofen zu schmoren, während die Familie ihrer Arbeit nachging, und bei der Rückkehr ein wärmendes Mahl zu bieten, ist der Traditional Lancashire Hotpot bis heute ein beliebtes Gericht, das Generationen begeistert. Es ist eine Feier einfacher, guter Zutaten, die durch langsames Kochen zu einem Meisterwerk des Geschmacks verschmelzen. Bereiten Sie sich auf ein Gericht vor, das nicht nur den Magen füllt, sondern auch die Seele wärmt.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Herzhaft und sättigend: Perfekt für kühle Abende und als echtes Wohlfühlessen, das lange satt hält.
- Unglaublich zartes Fleisch: Durch das langsame Garen wird das Fleisch butterweich und zergeht förmlich auf der Zunge.
- Knusprige Kartoffelhaube: Die goldbraunen, leicht knusprigen Kartoffelscheiben sind das i-Tüpfelchen und bieten einen wunderbaren Kontrast zur weichen Füllung.
- Anpassungsfähig: Ob mit Lamm oder Rind, dieses Gericht lässt sich wunderbar an deinen Geschmack und die verfügbaren Zutaten anpassen.
- Einfache Zubereitung mit großem Effekt: Obwohl es lange gart, ist die eigentliche Vorbereitung unkompliziert und das Ergebnis ist ein Festmahl.
Zutaten, die du brauchst
Für einen authentischen Traditional Lancashire Hotpot sind frische und qualitativ hochwertige Zutaten entscheidend für den Geschmack. Die Kombination aus gutem Fleisch, knackigem Gemüse und perfekt zubereiteten Kartoffeln macht den Unterschied. Achte bei der Auswahl deines Fleisches auf eine gute Marmorierung, die für Saftigkeit und Geschmack sorgt.

- lammfleisch (aus der Keule oder Schulter, ohne Knochen, in ca. 3–4 cm große Würfel geschnitten): Traditionell das Herzstück des Gerichts, liefert es einen tiefen, reichen Geschmack.
- rindfleisch (z.B. Rinderwade, Hohe Rippe oder Chuck Steak, ebenfalls in Würfel geschnitten): Eine hervorragende Alternative für Liebhaber eines kräftigeren Aromas und noch zarterer Textur.
- große zwiebeln, geschält und grob gehackt: Sie bilden die aromatische Basis und süßen beim langen Garen.
- große karotten, geschält und in dicke Scheiben geschnitten: Bringen eine natürliche Süße und Farbe in den Eintopf.
- pflanzenöl (oder Rapsöl): Zum scharfen Anbraten des Fleisches, um Röstaromen zu entwickeln.
- kräftige rinderbrühe (oder Lammbrühe), heiß: Die flüssige Grundlage für den Schmorprozess, die für Tiefe und Geschmack sorgt.
- lorbeerblatt: Verleiht dem Sud eine subtile, würzige Note während des Kochens.
- zweige frischer thymian (oder 1/2 TL getrockneter thymian): Sein erdiges Aroma passt perfekt zu Lamm und Rind.
- worcestershire-sauce: Fügt eine umami-reiche Komplexität und eine leicht säuerliche Note hinzu.
- salz und frisch gemahlener schwarzer pfeffer nach Geschmack: Zum perfekten Abrunden der Aromen.
- kartoffeln (festkochend, z.B. Annabelle, Linda), geschält und in ca. 2-3 mm dünne Scheiben geschnitten: Diese bilden die charakteristische, knusprige Kruste.
- butter, geschmolzen (zum Bestreichen der Kartoffeln): Sorgt für eine goldbraune Farbe und einen leichten Buttergeschmack auf der Kartoffeldecke.
- optional: eine prise muskatnuss für die kartoffeln: Ein kleiner Hauch Muskat verfeinert die Kartoffeln und hebt ihr Aroma hervor.
Die genauen Mengen für diese köstlichen Zutaten findest du in der Rezeptkarte am Ende.
Variationen
Der Traditional Lancashire Hotpot ist ein Klassiker, der sich aber wunderbar abwandeln lässt, um den unterschiedlichsten Vorlieben und Ernährungsbedürfnissen gerecht zu werden. Diese flexibilität macht ihn zu einem echten Familienliebling, der immer wieder neu entdeckt werden kann. Experimentiere mit verschiedenen Gemüsesorten oder Gewürzen, um deine persönliche Lieblingsversion zu kreieren.
Vegetarische oder Vegane Variante: Für eine rein pflanzliche Version tausche das Fleisch gegen eine herzhafte Mischung aus Pilzen, Linsen und geräuchertem Tofu aus. Verwende eine kräftige Gemüsebrühe anstelle von Fleischbrühe und ersetze die Butter durch vegane Margarine oder Olivenöl für die Kartoffeldecke. Füge zusätzliche Wurzelgemüse wie Pastinaken oder Sellerie für mehr Tiefe hinzu.
Low-Carb-Option: Ersetze die Kartoffelscheiben durch dünn geschnittene Kohlrabi- oder Selleriescheiben. Diese haben eine ähnliche Konsistenz, wenn sie gebacken werden, aber deutlich weniger Kohlenhydrate. Du kannst auch Blumenkohlpüree als Ersatz für die Kartoffeldecke in Betracht ziehen, aber die klassischen knusprigen Scheiben sind schwer zu übertreffen.
Mit Bier verfeinern: Anstelle eines Teils der Brühe kannst du ein dunkles, englisches Ale oder Porter verwenden. Das Bier verleiht dem Schmorgericht eine zusätzliche Ebene an Komplexität und eine leicht herbe Note, die wunderbar mit dem Fleisch harmoniert. Achte darauf, dass das Bier nicht zu bitter ist.
Würzige Note hinzufügen: Für ein wenig Schärfe und ein exotischeres Aroma kannst du eine Prise geräuchertes Paprikapulver oder etwas Cayennepfeffer zur Fleischmischung geben. Auch ein Hauch Kreuzkümmel kann dem Gericht eine interessante Wendung geben.
Mit Kräutern experimentieren: Neben Thymian kannst du auch Rosmarin oder Majoran in den Schmorprozess einbinden. Jedes Kraut bringt eine eigene Nuance mit, die das Gericht bereichern kann. Experimentiere ruhig ein wenig mit deinen Lieblingskräutern.
Wie man Traditional Lancashire Hotpot zubereitet
Schritt 1: Fleisch vorbereiten und anbraten
Das Anbraten des Fleisches ist ein entscheidender Schritt, der die Grundlage für den tiefen und reichen Geschmack des Hotpots bildet. Nimm dir die Zeit, das Fleisch wirklich gut zu bräunen. Dies karamellisiert die Fleischsäfte und entwickelt komplexe Röstaromen, die sich im Laufe des Kochvorgangs entfalten. Verwende eine ausreichend große, schwere Pfanne oder einen Bräter, um das Fleisch in Portionen scharf anzubraten, damit es nicht nur dämpft.
Würze die Fleischwürfel großzügig mit Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, bevor du sie in dem heißen Öl scharf anbrätst. Brate das Fleisch rundherum goldbraun an und achte darauf, dass es nicht übereinander liegt, um eine gute Bräunung zu erzielen. Sobald das Fleisch gut angebraten ist, nimm es aus der Pfanne und stelle es beiseite. Die angebratenen Fleischreste im Pfannenboden sind voller Geschmack und werden im nächsten Schritt für die Sauce genutzt.
Schritt 2: Gemüse dünsten und Sauce ansetzen
Gib nun die grob gehackten Zwiebeln und die Karottenscheiben in denselben Bräter, in dem du das Fleisch angebraten hast. Lass das Gemüse bei mittlerer Hitze sanft andünsten, bis es leicht weich wird und anfängt, Farbe anzunehmen. Kratze dabei die Bratensatzreste vom Boden der Pfanne ab – das ist purer Geschmack, der die Sauce bereichern wird. Dies dauert in der Regel etwa 5-7 Minuten.
Füge nun das Lorbeerblatt, die Thymianzweige und die Worcestershire-Sauce hinzu. Gieße die heiße Rinder- oder Lammbrühe an und bringe alles kurz zum Kochen. Lass die Sauce für ein paar Minuten köcheln, damit sich die Aromen verbinden. Schmecke die Sauce mit Salz und Pfeffer ab. Sei hierbei vorsichtig mit dem Salz, da die Brühe und die Worcestershire-Sauce bereits salzig sind. Das Ziel ist eine kräftige, gut abgeschmeckte Flüssigkeit.
Schritt 3: Schmoren lassen
Gib das angebratene Fleisch zurück in den Bräter mit der Brühe und dem Gemüse. Stelle sicher, dass das Fleisch gut von der Flüssigkeit bedeckt ist; falls nötig, füge noch etwas Brühe oder heißes Wasser hinzu. Decke den Bräter fest mit einem Deckel ab. Stelle den Bräter in den vorgeheizten Ofen bei etwa 160°C Ober-/Unterhitze. Lass das Gericht nun langsam und sanft schmoren.
Das Schmoren ist der Schlüssel zur Zartheit des Fleisches. Plane für diesen Schritt mindestens 2 bis 3 Stunden ein, je nach Fleischsorte und Größe der Würfel. Das Fleisch sollte am Ende so zart sein, dass es fast von selbst zerfällt. Überprüfe zwischendurch, ob noch genug Flüssigkeit im Bräter ist und das Gargut nicht trocken wird. Gegebenenfalls etwas mehr heiße Brühe nachgießen.
Schritt 4: Kartoffelhaube vorbereiten und auftragen
Während das Fleisch schmort und zart wird, bereite die Kartoffelhaube vor. Schäle die Kartoffeln und schneide sie in sehr dünne Scheiben, etwa 2-3 mm dick. Das gleichmäßige Schneiden ist wichtig, damit die Scheiben gleichmäßig garen und eine zusammenhängende Kruste bilden. Verwende dafür am besten ein scharfes Messer oder eine Mandoline.
Heize den Ofen auf ca. 180-190°C Ober-/Unterhitze vor, damit die Kartoffeln später schön knusprig werden. Übertrage die geschmorte Fleisch-Gemüse-Mischung in eine geeignete Auflaufform, falls du keinen ofenfesten Bräter verwendest. Verteile die Kartoffelscheiben dicht und überlappend auf der Fleischschicht, beginne am Rand und arbeite dich zur Mitte vor, sodass eine vollständige Bedeckung entsteht. Du kannst eine oder zwei Schichten Kartoffeln verwenden, je nachdem, wie dick du deine Haube magst.
Schritt 5: Backen bis zur Perfektion
Bestreiche die oberste Schicht der Kartoffelscheiben großzügig mit geschmolzener Butter. Wenn du magst, bestreue die Kartoffeln mit einer Prise Muskatnuss für zusätzlichen Geschmack. Stelle die Auflaufform nun in den vorgeheizten Ofen.
Backe den Hotpot für etwa 40-50 Minuten, oder bis die Kartoffeldecke goldbraun und knusprig ist und die darunterliegende Füllung heiß und blubbernd ist. Kontrolliere die Kartoffeldecke im Auge, um sicherzustellen, dass sie nicht zu dunkel wird. Sollte sie zu schnell bräunen, kannst du sie locker mit etwas Alufolie abdecken.
Schritt 6: Ruhen lassen und servieren
Sobald der Traditional Lancashire Hotpot goldbraun und durchgebacken ist, nimm ihn aus dem Ofen. Lass ihn vor dem Servieren noch etwa 10-15 Minuten ruhen. Diese Ruhezeit ist wichtig, damit sich die Säfte im Inneren verteilen können und das Gericht beim Servieren nicht auseinanderfällt. Es ermöglicht auch, dass sich die Aromen noch weiter verbinden.
Serviere den Hotpot heiß direkt aus der Auflaufform. Er ist ein vollständiges Gericht an sich, das mit seiner reichen Füllung und der knusprigen Kruste beeindruckt. Genieße dieses Stück traditioneller englischer Hausmannskost, das Herz und Seele wärmt.
Profi-Tipps für Traditional Lancashire Hotpot
Die Wahl des Fleisches ist entscheidend: Für die authentische Zartheit und den tiefen Geschmack eignen sich nur langsam garenden Fleischstücke wie Lammkeule oder -schulter sowie Rinderwade oder Rindernacken. Diese Kollagenreichen Stücke zerfallen beim langen Schmoren und machen das Gericht unglaublich saftig.
Geduld beim Anbraten: Nimm dir wirklich Zeit, das Fleisch kräftig anzubraten. Dunkle Röstaromen sind die Basis für eine geschmackvolle Sauce und machen den Unterschied zwischen einem einfachen Eintopf und einem echten Hotpot. Brate das Fleisch lieber in mehreren Portionen an, damit die Temperatur in der Pfanne hoch bleibt.
Die Flüssigkeit: Verwende eine qualitativ hochwertige, kräftige Brühe. Selbstgemachte Brühe ist ideal, aber eine gute gekaufte Brühe tut es auch. Das Verhältnis von Flüssigkeit zu Fleisch ist wichtig; das Fleisch sollte gut bedeckt sein, aber nicht darin schwimmen, damit die Sauce am Ende nicht zu dünn ist. Eine Reduzierung der Sauce kann helfen, die Intensität zu steigern.
Perfekte Kartoffelscheiben: Achte auf gleichmäßig dünne Kartoffelscheiben für die Haube. Zu dicke Scheiben werden nicht richtig knusprig, zu dünne können zerfallen. Die Butter auf der Oberfläche sorgt für die goldbraune Farbe und den knusprigen Biss. Eine Prise Muskatnuss verleiht den Kartoffeln eine dezente, aber wunderbare Würze.
Langsam ist Trumpf: Der Lancashire Hotpot lebt vom langsamen Garen. Niedrige Temperaturen über einen langen Zeitraum hinweg sind unerlässlich, um das Fleisch zart zu machen und die Aromen zur Entfaltung zu bringen. Vermeide zu hohe Temperaturen, die das Fleisch zäh machen und die Kruste verbrennen.
Die Ruhezeit: Unterschätze nicht die Bedeutung der Ruhezeit nach dem Backen. Sie erlaubt den Säften, sich im Gericht zu verteilen, was zu einer besseren Konsistenz und einem harmonischeren Geschmackserlebnis führt.
Serviervorschläge für Traditional Lancashire Hotpot
Dekoration
Für eine ansprechende Präsentation kannst du den fertigen Hotpot mit frischen Kräutern garnieren. Ein paar Zweige frischer Petersilie oder Thymian, die du kurz vor dem Servieren über die knusprige Kartoffelhaube streust, sorgen für Farbe und einen frischen Duft. Auch eine leichte Deko mit etwas grobem Meersalz auf der Kartoffeldecke kann optisch ansprechend sein.
Beilagen
Der Traditional Lancashire Hotpot ist bereits ein sehr vollständiges Gericht und wird oft für sich allein serviert. Dennoch gibt es klassische Beilagen, die das kulinarische Erlebnis abrunden. Besonders gut passen dazu säuerliche Komponenten, um die herzhaften Aromen auszubalancieren.
Gedünstetes grünes Gemüse: Klassiker wie grüne Bohnen, Brokkoli oder Erbsen, leicht gedünstet und nur mit etwas Salz und Pfeffer gewürzt, bieten einen frischen Kontrast. Ihre leichte Bitterkeit und knackige Textur ergänzen die Weichheit des Hotpots hervorragend. Dies ist eine unserer Top-Empfehlungen, die auch gut in unsere Abendessen-Kategorie passt.
Eingemachtes Rotkohl: Die süß-säuerliche Note von Rotkohl, traditionell als Beilage serviert, passt ausgezeichnet zu den herzhaften Fleisch- und Kartoffelaromen. Die kräftige Farbe des Rotkohls bildet zudem einen schönen Kontrast zum Gericht.
Scharfes Chutney oder Relish: Eine kleine Schale mit einem würzigen Apfel- oder Zwiebelchutney kann dem Gericht eine zusätzliche geschmackliche Dimension verleihen und die Aromen hervorheben. Die Süße und Säure des Chutneys durchbricht die Schwere des Hotpots.
Frisches Brot: Ein rustikales Stück Brot mit Butter ist immer eine gute Idee, um die köstliche Sauce aufzunehmen. Es ist einfach, aber effektiv und passt perfekt zur rustikalen Natur dieses Gerichts. Entdecke mehr Ideen für leckere Sandwich-Varianten, falls du Reste verwerten möchtest, oder generell Brot für das Abendessen.
Kreative Servierideen
Für ein besonders geselliges oder festliches Essen kannst du den Hotpot auch in einzelnen Portionsformen im Ofen backen und direkt darin servieren. Das hat den Vorteil, dass jeder Gast seine eigene perfekt gebackene Kruste erhält und es sieht sehr ansprechend aus. Alternativ kannst du den großen Hotpot auch in einer schönen, rustikalen Auflaufform auf einem Holzbrett in der Mitte des Tisches platzieren, sodass sich jeder selbst bedienen kann. Die gemeinsame Zubereitung von Gerichten wie diesem erinnert an die Gemütlichkeit, die auch bei Abendessen, die wir mit Freunden teilen, im Mittelpunkt steht.
Vorbereitung & Aufbewahrung
Reste aufbewahren
Wenn du Glück hast und vom Traditional Lancashire Hotpot etwas übrigbleibt, kannst du die Reste problemlos im Kühlschrank aufbewahren. Lasse den Hotpot vollständig abkühlen, bevor du ihn in einen luftdichten Behälter umfüllst. So verpackt hält er sich im Kühlschrank für etwa 2-3 Tage. Die Aromen entwickeln sich oft sogar noch weiter, sodass er am zweiten Tag oft noch besser schmeckt.
Einfrieren
Der Lancashire Hotpot eignet sich auch sehr gut zum Einfrieren, besonders wenn er schon vollständig gekocht und abgekühlt ist. Fülle portionsweise geeignete gefrierfeste Behälter oder Gefrierbeutel. Achte darauf, so viel Luft wie möglich aus den Beuteln zu entfernen, um Gefrierbrand zu vermeiden. Gut verpackt kann der Hotpot bis zu 2-3 Monate im Gefrierschrank aufbewahrt werden.
Aufwärmen
Um die Reste aufzuwärmen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die beste Methode, um die Textur und den Geschmack wiederherzustellen, ist das erneute Backen im Ofen. Gib den Hotpot in eine ofenfeste Form, decke ihn mit Alufolie ab und erwärme ihn bei etwa 160°C für 20-30 Minuten, bis er durch und durch heiß ist. Die Folie hilft dabei, dass die Kartoffelhaube nicht zu schnell austrocknet oder verbrennt, und wird gegen Ende der Garzeit entfernt, damit die Kruste wieder knusprig werden kann.
Alternativ kannst du kleinere Portionen auch in der Mikrowelle erwärmen. Gib den Hotpot auf einen mikrowellengeeigneten Teller und erwärme ihn bei mittlerer Leistung in Intervallen, bis er heiß ist. Bedenke, dass die Kartoffelhaube in der Mikrowelle ihre Knusprigkeit verlieren kann. Für eine noch bessere Konsistenz kann es hilfreich sein, die Kartoffeln nach dem Erwärmen kurz unter dem Grill im Ofen knusprig zu machen.
Häufig gestellte Fragen
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Ist es notwendig, das Fleisch vor dem Schmoren scharf anzubraten?
Ja, das scharfe Anbraten des Fleisches ist ein absolut entscheidender Schritt für die Entwicklung von tiefen und komplexen Röstaromen, die dem Traditional Lancashire Hotpot seinen charakteristischen Geschmack verleihen. Dieser Prozess, bekannt als Maillard-Reaktion, karamellisiert die Fleischsäfte und schafft eine aromatische Basis, die sich während des langen Schmorens im Gericht entfaltet. Ohne dieses Anbraten wäre das Fleisch geschmacklich weniger intensiv und der gesamte Hotpot würde blasser wirken. Es ist die Mühe wert, sich die Zeit zu nehmen, das Fleisch portionsweise kräftig zu bräunen, anstatt es nur zu dämpfen, um die bestmöglichen geschmacklichen Ergebnisse zu erzielen.
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Welche Kartoffelsorte eignet sich am besten für die Kruste und warum?
Für die knusprige Kruste des Traditional Lancashire Hotpot eignen sich vor allem festkochende Kartoffelsorten am besten. Sorten wie Annabelle, Linda, La Ratte oder auch die klassische Sieglinde sind ideal, da sie beim Kochen ihre Form behalten und nicht zerfallen. Ihre Textur ermöglicht es, dass die dünnen Scheiben beim Backen schön knusprig und goldbraun werden, anstatt matschig zu werden. Mehligkochende Kartoffeln hingegen würden zu einer eher breiigen Konsistenz führen und die gewünschte knusprige Oberfläche nicht erzielen. Die richtige Kartoffelsorte ist somit ein Schlüsselelement für die authentische Textur des Hotpots.
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Kann ich den Lancashire Hotpot auch im Schnellkochtopf zubereiten, um die Garzeit zu verkürzen?
Obwohl die traditionelle Zubereitung des Lancashire Hotpots im Ofen über Stunden erfolgt, um das Fleisch perfekt zart zu machen und die Aromen tief zu entwickeln, ist eine Verkürzung der Garzeit im Schnellkochtopf durchaus möglich. Im Schnellkochtopf kann das Fleisch in deutlich kürzerer Zeit zart werden, oft nur etwa 45-60 Minuten unter Druck. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der Prozess des langsamen Schmorens im Ofen oft zu einer komplexeren und tieferen Geschmacksentwicklung führt, die durch die schnelle Hitzeentwicklung im Schnellkochtopf möglicherweise nicht vollständig erreicht wird. Nach dem Garen im Schnellkochtopf müsste die Masse eventuell noch in eine Auflaufform umgefüllt und die Kartoffelhaube separat im Ofen fertig gebacken werden, um die charakteristische knusprige Kruste zu erzielen. Eine vollständige Übertragung des Aromaprofils ist nicht immer garantiert, aber es ist eine praktikable Methode für eilige Köche.
Traditioneller Lancashire Hotpot
Der Traditional Lancashire Hotpot ist ein herzhaftes, wärmendes Gericht, das tief in der englischen Küche verwurzelt ist, insbesondere in der Grafschaft Lancashire. Er zeichnet sich durch seine Schichten aus zartem Fleisch (traditionell Lamm, hier auch mit Rindfleisch adaptiert), Zwiebeln, Karotten und einer köstlichen Brühe aus, alles bedeckt von einer Dachschicht aus dünn geschnittenen Kartoffelscheiben, die beim Garen knusprig braun werden. Dieses Gericht ist das Sinnbild des langsamen Kochens: Es wird bei niedriger Temperatur über Stunden im Ofen gegart, wodurch die Aromen sich wunderbar entwickeln und das Fleisch unglaublich zart wird. Es ist ein echtes Comfort Food, das perfekt für kalte Tage ist und oft als vollständige Mahlzeit genossen wird.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 3 Stunden
- Total Time: 3 Stunden 30 Minuten
- Yield: 6 Portionen 1x
- Category: Hauptgericht
- Method: Schmoren, Backen
- Cuisine: Englisch
- Diet: Ohne Einschränkungen
Ingredients
- 750 g – 1 kg Lammfleisch (aus der Keule oder Schulter, ohne Knochen, in ca. 3–4 cm große Würfel geschnitten)
- Alternative: Rindfleisch (z.B. Rinderwade, Hohe Rippe oder Chuck Steak, ebenfalls in Würfel geschnitten)
- 2 große Zwiebeln, geschält und grob gehackt
- 2 große Karotten, geschält und in dicke Scheiben geschnitten
- 1 EL Pflanzenöl (oder Rapsöl)
- 1 Liter kräftige Rinderbrühe (oder Lammbrühe), heiß
- 1 Lorbeerblatt
- 2 Zweige frischer Thymian (oder 1/2 TL getrockneter Thymian)
- 1 EL Worcestershire-Sauce
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- 750 g – 1 kg Kartoffeln (festkochend, z.B. Annabelle, Linda), geschält und in ca. 2-3 mm dünne Scheiben geschnitten
- 25 g Butter, geschmolzen (zum Bestreichen der Kartoffeln)
- Optional: Eine Prise Muskatnuss für die Kartoffeln
Instructions
Vorbereitung
- Das Fleisch (Lamm oder Rind) in mundgerechte Würfel schneiden und gut salzen und pfeffern.
- Die Zwiebeln grob hacken und die Karotten in dicke Scheiben schneiden.
- Die Kartoffeln schälen und in sehr dünne Scheiben schneiden (ca. 2-3 mm).
Anbraten und Schmoren
- In einem großen, ofenfesten Topf oder Bräter das Öl bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Das Fleisch portionsweise scharf anbraten, bis es von allen Seiten gut gebräunt ist. Herausnehmen und beiseite stellen.
- Die Zwiebeln und Karotten in denselben Topf geben und einige Minuten anbraten, bis sie leicht weich werden.
- Das angebratene Fleisch wieder in den Topf geben. Mit der heißen Brühe ablöschen. Lorbeerblatt, Thymian und Worcestershire-Sauce hinzufügen.
- Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren, den Topf abdecken und im vorgeheizten Ofen bei 160°C Ober-/Unterhitze für 2 bis 2,5 Stunden sanft schmoren lassen, bis das Fleisch zart ist.
Kartoffelhaube vorbereiten
- Während das Fleisch schmort, die Kartoffelscheiben gründlich wässern, um die Stärke zu entfernen, und dann sehr gut abtropfen lassen und trockentupfen.
- Die Kartoffelscheiben in einer Schüssel mit der geschmolzenen Butter vermengen. Wenn gewünscht, eine Prise Muskatnuss unterheben. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Zusammensetzen und Fertigstellen
- Nachdem das Fleisch zart geschmort ist, die Lorbeerblätter und Thymianzweige entfernen. Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken und bei Bedarf leicht eindicken lassen (die Sauce sollte nicht zu flüssig sein, aber auch nicht zu trocken).
- Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Die Kartoffelscheiben dicht und überlappend auf die Fleisch-Gemüse-Mischung legen, so dass die gesamte Oberfläche bedeckt ist. Beginnen Sie am Rand und arbeiten Sie sich zur Mitte vor.
- Den Hotpot für weitere 40-50 Minuten im Ofen backen, bis die Kartoffeln goldbraun und knusprig sind.
Servieren
- Den Traditional Lancashire Hotpot heiß aus dem Ofen servieren.
Notes
Ein Traditional Lancashire Hotpot ist ein großartiges Gericht zum Vorkochen, da sich die Aromen beim Abkühlen und Wiedererwärmen oft noch intensivieren. Es schmeckt am zweiten Tag sogar noch besser! Achten Sie immer darauf, dass der Hotpot vor dem Servieren vollständig und gleichmäßig erhitzt ist.
Nutrition
- Serving Size: 1 Portion
- Calories: 0 kcal
- Sugar: 0g
- Sodium: 0mg
- Fat: 0g
- Saturated Fat: 0g
- Carbohydrates: 0g
- Fiber: 0g
- Protein: 0g
- Cholesterol: 0mg
Keywords: Der Traditional Lancashire Hotpot ist ein großartiges Gericht zum Vorkochen, da sich die Aromen beim Abkühlen und Wiedererwärmen oft noch intensivieren. Es schmeckt am zweiten Tag sogar noch besser! Achten Sie immer darauf, dass der Hotpot vor dem Servieren vollständig und gleichmäßig erhitzt ist. Das Fleisch anbraten ist entscheidend für die Tiefe des Geschmacks. Verwenden Sie eine gute, kräftige Brühe und lassen Sie den Hotpot langsam garen, um die Aromen zu intensivieren. Eine Prise Muskatnuss kann den Kartoffeln zusätzlichen Geschmack verleihen.
